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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Ackerbau

Datum: 20.05.2020

Wintergerste

Mittlerweile sind die Ähren geschoben und das Stadium Blüte ist erreicht. Insgesamt zeigen sich die Bestände gesund, verbreitet ist Zwergrost zu finden, der sich aber nur auf den unteren Blättern, die keinen Beitrag zur Ertragsbildung leisten, ausgebreitet hat. Vereinzelt kann man Bestände mit Flugbrand-Ähren sehen. Eine Bekämpfung dieser Krankheit war bisher durch Beizung sicher möglich. Wenn in Ihren Beständen Flugbrand trotz Beizung auftritt, bitten wir Sie, sich bei uns zu melden. Aus Beständen mit Flugbrand-Ähren sollte auf gar keinen Fall Nachbau-Saatgut gewonnen werden.

Winterweizen

Das Stadium Öffnen der "Blattscheide/Ährenschieben" ist mittlerweile flächendeckend erreicht. Ein positiver Effekt der Trockenheit im April ist der Umstand, dass der Infektionsdruck durch Pilzkrankheiten minimal ist. Abgesehen von sehr vereinzelten Befallsnestern durch Gelbrost oder Septoria Tritici zeigen sich die Bestände sehr gesund. In den kommenden Tagen sollte bei Bestandskontrollen darauf geachtet werden, ob Braunrost noch in problematischen Ausmaß auftreten könnten. Auch Getreide-Blatthähnchen sind verbreitet zu sehen, die Schadschwelle ist aber erst überschritten, wenn mehr als eine Larve pro Fahnenblatt zu finden ist.

Behalten sie bei all dem immer im Auge, dass der wirtschaftliche Erfolg Ihres Pflanzenbaues nicht alleine von der Erzielung hoher Erträge abhängig ist, sondern auch vom sparsamen und effizienten Einsatz von Betriebsmitteln.

Sommergerste

Was man im Enzkreis an Beständen zu sehen bekommt, ist derzeit extrem weit gestreut. Vom 2-Blatt bis zum 2-Knoten-Stadium ist alles zu finden. In der Regel sollten Herbizideinsätze aber abgeschlossen sein. Mit Fungizideinsätzen kann man sich in Anbetracht dessen, dass keine Blattflecken zu finden sind und auch die Avalon nahezu frei ist von Mehltau, Zeit lassen.

Mais

Nach gut einer Woche scheint der Mais seine Schockstarre in Folge der Minusgrade während der Eisheiligen überwunden zu haben, sodass man sich ohne weitere Pflanzenschäden befürchten zu müssen, dran machen kann, Herbizidmaßnahmen durchzuführen. Neben Blatt-Wirkstoffen sollten auch Bodenwirkstoffe in der ausgebrachten Mischung sein, um ein Wiederergrünen zwischen den Mais-Reihen noch für eine gewise Zeit zu verhindern und dem Mais so den Wachstums-Vorsprung vor der spontanen Vegetation zu verschaffen, der für einen erfolgreichen Maisanbau notwendig ist. Die für eine gute Wirkung von Bodenherbiziden nötige Feuchtigkeit könnten die für Ende der 21. Kalenderwoche vorhergesagten Niederschlage bringen.

Soja

Zum einen zeigen die Bestände eine zügige Entwicklung, zum anderen haben die Vorauflauf-Herbizide durch die Trockenheit der vergangenen Wochen keine befriedigende Wirkung gezeitigt. Leider sind bedingt durch die Empfindlichkeit der Soja-Pflanzen die Möglichkeiten nach dem Auflauf sehr begrenzt. Wenn Sie die Möglichkeit zu mechanischer Unkrautbekämpfung haben, nutzen Sie diese.

Erbsen und Bohnen

Die Entwicklung ist sehr erfreulich. Lediglich das Auftreten von Blattläusen kann Probleme bereiten - kontrollieren Sie Ihre Bestände und führen Sie wenn nötig eine Maßnahme mit einem Nützlinge-schonenden Präparat durch.


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